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  Das Kehati Imperium

Das Imperium und seine Kolonien

Kehat im Kehass-Systemagadon_sektor

Daten des Sonnensystems:

Name: Kehass
Typ: blauer Riesenstern, Typ B5
Koordinaten: -24 545; 1 222; 12
Sektor: Agadon
Entfernung zu Masan: 1426,6 Lichtjahre
Anzahl der Planeten: 28

Kehat (Planet Nr. 9)

Die Provinz Chandor:

Aus den Kalksteinbrüchen der Provinz Chandor stammten die Bausteine für die Dome, die Residenzen der imperialen Familie.

 

Bravul im Bloew-System

Daten des Sonnensystems:

Name: Bloew
Typ: grüner Stern, Typ F1
Koordinaten: -24 700; 1 248; 98
Sektor: Agadon
Entfernung zu Masan: 1532,3 Lichtjahre
Anzahl der Planeten: 8

Bravul (Planet Nr 5, Kolonie Nr. 1)

Bekannte Städte:

Bonnaschkor

Am westlichen Stadtrand von Bonnaschkor, innerhalb eines Park gelegen, befand sich am Tag 50 000 der Pojan-Pur Dynastie die wissenschaftliche Fakultät von Bravul.

 

Entfernung der kehatischen Kolonien

  Nr.

System

Planet

Koordinaten

0

1

2

3

4

0 Kehass Kehat -24 545 1 222 12 0,0 179,9 235,2 179,2 396,1
1 Bloew Bravul -24 700 1 248 98 179,9 0,0 290,1 264,3 570,1
2 Querr Send -24 448 1 323 125 235,2 290,1 0,0 264,3 406,2
3 Sonec Horn -24 622 1 422 -85 179,2 264,3 264,3 0,0 396,2
4 Kasnek Jodov -24 815 1 107 -254 396,1 570,1 406,2 396,2 0,0

Die Daten dieser Tabelle – in der die fiktiven Koordinatensätze in Lichtjahre angegeben sind – beziehen sich auf den Stand im Jahre 615 DNW.

Die Geschichte des Imperiums

Am Tag 3 219 (29. Daptar 812 ZMA), am Gründungstag der ersten kehatischen Kolonie (Bravul) rief Pojan-Pur die Zweite, das Dritte Imperium aus, das Kehati-Imperium. Dieses lag im nordwestlichen Bezirk des Agadon-Sektors und bestand am Tag 50 000 (29. Iseptar 1435 ZMA) aus 5 bewohnbaren Welten in 5 Sonnensystemen, deren andere Planeten als Rohstofflieferanten und diversen anderen Zwecken dienten.

Die ImperatriceLogo_Pojan_Pur

Da die Kehati stets in einem Matriarchat lebten, stand an der Spitze ihrer Imperien immer eine Frau: eine Imperatrice.

Das Wappen der Imperatrice

Das Wappen der Imperatrice bildete seit des Ersten Inperiums ein zinkgelber, an den Ecken abgerundeter Deltoid, dessen spitze Schenkel nach unten zeigten und in dessen Innern das jeweilige Schriftzeichen der betreffenden Imperatrice in weißgrüner Farbe leuchtete. Mit der Zeit passte sich das Aussehen des Wappens diversen moderneren Techniken an, blieb aber stets gut erkennbar.

Die imperiale GardeLogo_Imperiale_Garde

Seit den Zeiten des Ersten Imperiums gab es stets eine imperiale Garde, eine militärische Elite-Einheit, die nur dem Wohle der Imperatrice und deren Famille diente. Die Garde trug weißgrüne Roben mit dem violettblauen Schriftzeichen der amtierenden Imperatrice.

Die Bewaffnung der Gardisten bestand aus einer schweren Impulspistole sowie einen Kampfstab, der (in der aufgemotzten Version) auch Impulsladungen verschießen konnte. Der moderne Kampfstab diente aber mehr der Zierde und seine Impulsgeschosse besaßen nur minimale Leistung, die aber ausreichte jemanden zu betäuben oder leicht zu verletzen. In einer Gefahrensituation entledigten sich die Gardisten des unpraktischen Kampfstabes ziemlich schnell und verließen sich auf die Feuerkraft ihrer Pistolen.

Die Dome

Der erste Dom, Goschnapor, wurde kurz nach dem Ende des Eisigen Schlafs vor 86 880 Kehati-Tagen (1 190 Jahre) auf Kehat errichtet. Die erste Imperatrice der Neuzeit wollte sich und der Gründung des Zweiten Imperiums ein Denkmal setzten und ließ das gigantisches Bauwerk, das die Grundform eines Deltoiden mit einer Basisfläche von dreihundertvierzigtausend Quadratmeter, einer maximalen Höhe von vierhundertachtzig Meter und eine in den Boden reichende Tiefe von hundertvierzig Meter besaß, aus rapsgelbem Kalkstein erbauen das ausnahmslos aus den großen Steinbrüchen der Provinz Chandor auf dem Planet Kehat stammte.

Der Dom Goschnapor stellte ein reines Symbol der Macht dar und diente der gesamten imperialen Familie als Residenz. Für die Anbetung irgendwelcher Fabelwesen, wie zum Beispiel Göttern, waren er nicht erschaffen worden. Normalsterblichen durften ihn nur am Tag der Huldigung betreten.
Sonst war es nur noch den imperialen Verwaltern, die ihre Geschäfte ebenfalls vom Dom aus erledigten, und der imperialen Garde gestattet den Dom zu betreten. Und natürlich den Dienstboten und Sklaven der imperialen Familie.

Erst zum Fest des Tages 4 000 der Pojan-Pur-Dynastie, also nach der ersten Begegnung mit dem Botschafter-Roboter der Sagorer, wurde unter dem Feld der Huldigung ein Dom-Bahnhof angelegt, von dem aus die Kehati mit Hochgeschwindigkeitszügen jeden wichtigen Punkt auf ihrer Welt erreichen konnten. Bis zu dem Zeitpunkt führten breite Tunnelsystem die Auserwählten in den Dom hinein und hinaus.

Der Tag der Huldigung

Da der Dom Goschnapor genau zum Tag 1 000 der Salung-Jing-Dynastie fertig gestellt worden war, erlies Salung-Jing die Erste eine imperiale Order in der festgehalten wurde, dass jeder tausendste Tag, ein Tag der Huldigung an die Imperatrice sei, der von genau 400 000 Auserwählten aus ihrem Volk, für die der Tag ein Fastentag sein sollte, vollzogen werden musste.

Dazu wurde eine riesige unter dem Boden liegende Halle benutz, das Feld der Huldigung, wo zahlreiche mächtige achteckige Steinsäulen über vierzig Meter hoch ragten, und mit der Decke verschmolzen. Am Kopf dieses Feldes vor eine Art Podium mit einem Altartisch und einem großen goldenen Gong errichtet, von dem aus ein Zeremonienmeister in einer grünbraunen Robe mit dem Zeichen der Imperatrice, ein imperialer Verwalter, eine 120-stündige rituelle Meditation abhielt.
Den in orangebraune Roben gesteckten Auserwählten war es verboten zum Tag der Huldigung irgendwelche technische Geräte mit sich zuführen.

Der Dom-Bahnhof

Der Dom-Bahnhof befand sich direkt unterhalb des Feldes der Huldigung. Er besaß 18 Bahnsteige für Rohrbahnzüge, deren Aussehen im Laufe der Zeit sich stets der technischen Weiterentwicklung der Kehati anpasste. Am Tag 80 000 der Pojan-Pur-Dynastie waren sie pfeilförmig und besaßen einen kieselgrau lackierten Unterbau mit einem gewölbten Aufbau aus Stahlglas. Im Inneren befanden sich Abteile für bis zu 4 Personen. Als Deckenbeleuchtung fungierte ein kaminrotes Licht, was auch gleichzeitig eine für die Kehati angenehme Wärme abstrahlte. Irgendwelche Formen der Unterhaltung für die Passagiere besaßen die Züge nicht.

Weitere Dome

Nachdem die Kehati anfingen andere Planeten zu besiedeln, die von einem der Imperatrice nahestehenden weiblichen Familienmitglied regiert wurden, mussten auch auf diesen Welten Dome errichtet werden. Diese waren kleinere Kopien vom Dom Goschnapor und wurden ebenfalls aus dem Kalkstein aus der Provinz Chandor gefertigt.

(wird je nach Stand der Geschichte fortgesetzt)
Die Kehati

Erscheinungsbild

Die Kehati sind zweigeschlechtige eierlegende von Riesenschlangen (ähnlich den Anakonda) abstammende Wesen. Obwohl beinlos benutzen sie eine Art aufrechten Gang indem sie sich auf ihre ausgeprägte Schwanzmuskulatur aufrichten und sich so durch das Zusammenziehen dieser Muskeln robbend vor- und rückwärts bewegen. Ihre in diverse Grüntöne geschuppte Haut wird an der Oberseite von eine Doppelreihe größerer, gemusterten gelblichen Schuppen unterbrochen: dem Rückenschild, das vom Stirnschild hinab bis zu den, zu Hornringen verwachsenen, Schwanzschuppen reicht.

An der Musterung und dem unterschiedlichen Gelbtönen (Frauen reine Gelbtöne, während die Farbe des Rückenschildes bei den Männern mehr in Orangetöne verlagert) können auch Nicht-Kehati das Individuum und das Geschlecht der Schlangenwesen unterschieden. Die Anzahl der khakigrauen Hornringe hängt vom jeweiligen Alter des Individuums ab. Sie werden auch zum Musizieren benutzt.

Der mächtige Schädel ist um etwa 25% breiter als das dickste Rumpfteil eines Kehati. Das leicht gewölbte Stirnschild, unter dem das Gehirn der Kehati liegt, reicht hinab bis zu den zwei vertikal liegenden, kleinen Nasenlöcherpaare, die wiederum bis fast an den lippenlosen breiten Mund führen. Durch die Nase ist eine Aufnahme der flüchtigen Stoffe, also der Gerüche, möglich, während die nichtflüchtigen Duftstoffe mittels ihre pastellblauen, gespaltener Zunge, dem nasovomeralen Sinn, wahrgenommen wird.

Die zwei nach vorn gerichteten, etwa sechs Zentimeter großen ovalen Augen, besitzen leuchtend gelbe Augäpfel mit einer großen schwarzen Iris und einer goldenen Pupille. Alle Kehati sind kurzsichtig, können sich aber auf Grund ihrer Infrarotrezeptoren auch in der Dunkelheit gut zurecht zu finden. Auch ihr Hörvermögen ist nicht besonders ausgeprägt, kann aber durch ein Spreizen der Halsrippen, an denen die Gehörgänge liegen, verdoppelt werden. Dieses Spreizen der Halsrippen wird von den Männern aber auch beim Balzverhalten angewendet. (Sieht man also einen Kehati-Mann mit gespreizten Halsrippen, hört er entweder einem geflüsterten Gespräch zu oder ist einfach nur geil. (Kehati-Frau können nach dieser Logik nur neugierig sein.)

Öffnet ein Kehati seinen breiten Mund, so entblößt er eine Doppelreihe, messerscharfer Zähne, die selbst im hohen Alter noch nachwachsen und auf andere Wesen äußerst furchteinflößend wirken. Unterhalb ihres mächtigen Schädels beginnt der sich verengende, etwa 40 Zentimeter lange Hals mit den bereits erwähnten Halsrippen. Unterhalb der Halsrippen befindet sich eine kaum ausgeprägte Schulter aus der etwa 70 Zentimeter lange Tentakelarme wachsen, die in sechs filigranen, etwa 20 Zentimeter langen Tentakelfinger enden. Eine mit den Menschen vergleichbare Hand besitzen die Kehati nicht.

In der Regel werden Kehati zwischen 2,50 Meter bis 3,50 Meter lang, wobei die Männer nur selten die 3 Meter überschreiten. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Kehati liegt zwischen 80 und 85 Jahren (6 000 Kehati-Tagen).

Gesellschaftsform

Im Matriarchat der Kehati spielen die Männer eine leicht untergeordnete Rolle. Alle wichtigen politischen und wissenschaftlichen Bereiche werden von Frauen angeführt. Obwohl die Männer eigentliche das schwache Geschlecht repräsentieren, stellen sie zu jeder Geschichtsepoche den militärischen Zweig ihrer Gesellschaft.

Die Namen der Kehati setzen sich aus vier Teilen (Rojon-Gin-Savu-Nekka) zusammen, wobei die ersten beiden Namensglieder der Brutname, also die Abstammung bekunden, das dritte Glied, der Familienname bezeichnet und das vierte Glied der eigentliche Rufname ist, der aber nur von nahen Verwandten, guten Bekannten oder Freunden, aber auch benutzt wird, um Dominanz über den angesprochenen zu betonen. Kehati kennen kein „DU“!

Zeitrechnung

Kehat dreht sich innerhalb von 120 Stunden einmal um seine eigene Achse, daher entsprechen 5 Masan-Tage einem Kehati-Tag. Da der Planet mehr als 8 000 Kehati-Tage braucht um seine Sonne zu umlaufen rechnen die Kehati ihre Zeit nur nach Tagen und nicht in Jahren. Auch Wochen oder Monate sind ihnen unbekannt.

Geschichte

Prästellare Ära


(wird je nach Stand der Geschichte fortgesetzt)
Die imperiale Raumflotte

Die imperiale Raumflotte logo_kehati_raumflotte

Die sagorischen Ellipsenraumer der Kehati sind grüngemuster und besitzen an der Oberfläche eine orange, doppelreihige, dem Rückenschild der Schlangenwesen nachgebildete, Lackierung. Die

Ausdrücke
l

Manason-Sümpfe

Ein Sumpfgebiet auf Kehat aus den Zeiten vor dem Eisigen Schlaf.

Notzen

Große kräftige Tiere die vor dem Eisigen Schlaf von den Kehati als Zugtiere ihrer Karren benutzt worden sind.

Sapor-Frösche

Eine als Delikatesse gehandelte Tierart, die auf dem Planeten Kehat heimisch war. Die Tiere überlebten den Eisigen Schlaf und wurden später auch auf anderen Welten in großen parkähnlichen Anlagen gezüchtet. So genannte Speisebetreuer kümmerten sich um ihr Wohlergehen, bis sie ausgewachsen und fett genug waren um verschlungen zu werden.

Torsch

Schafähnliche Tiere auf Bravul, aus dessen Fell die Kehati ihre Kleidung herstellen.

 

 

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